Kindertag 2011 in Altwarp

Wer von euch hat schon einmal etwas verloren? Sieh da - eine große Schar an Kinderarmen zeigte an: Wir haben schon einmal etwas verloren. Und, habt ihr das Verlorene auch wieder gefunden? Wieder reckten sich viele Arme in die Höhe. Bischof Schulz richtete diese sowie viele andere Fragen an die Kinder aus den Ältestenbezirken Stralsund, Neubrandenburg und Pasewalk.

Sie waren mit ihren Sonntagsschul-, Religions- und Konfirmandenlehrern, teilweise auch mit ihren Eltern die für etliche weite Strecke nach Altwarp gereist. Viele brachten selbst gestaltete Zeichnungen oder Texte zum biblischen Gleichnis „Der verlorene Sohn“ mit. Die Arbeiten der Kinder wurden in der Kirche an Leinen befestigt. Sogleich begann ein kurzes musikalisches Zusammenfinden, denn alle Kinder waren eingeladen, sich am gemeinsam gesungenen Lied nach dem Textwort „Hast du heute schon danke gesagt“ zu beteiligen.

Kraftvoll erklang als Eingangslied der erste Teil aus „Dieser Sohn, jener Sohn“. Bereits das Eingangsgebet gab Raum für herzlichen Dank und intensive Bitte. Als Textwort diente Lukas 15, 24 „Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein.“. Gemeinsam mit den Kindern, sowohl den großen als auch den kleinen, trug unser Bischof den biblischen Bericht zusammen. Im Fazit erklärte uns der Bischof, dass wir alle - egal was wir vielleicht verkehrt gemacht haben – immer wieder zum lieben Gott, unserem himmlischen Vater kommen können. Er nimmt uns immer wieder ganz lieb in den Arm. An die Eltern richtete unser Bischof die eindringliche Bitte, mit unseren Kindern gleich dem Vater aus dem biblischen Bericht immer wieder, jeden Tag neu, verständnis- und liebevoll umzugehen. Die Bezirksältesten Maschke, Krüger und Kubale berichteten im Mitdienen aus ihrem eigenen Erleben, denn auch sie waren einmal Kinder. Kinderchöre und -gruppen aus den drei Ältestenbezirken gestalteten durch ihre Vokal- und Instrumentalvorträge den Gottesdienst mit. Hierfür hatten Kinder aller Altersgruppen trotz schwieriger Rahmenbedingungen fleißig geprobt. Nach der Feier des heiligen Abendmahls beendete unser Bischof diesen besonderen Gottesdienst mit Gebet und Segen. Als Schlusslied erklang der zweite Teil des Liedes „Dieser Sohn, jener Sohn“. Es endete mit der Aussage „Hört´s euch an! Seht´s euch an, dass ihr´s immer wisst, dass Gott zu uns allen wie dieser Vater ist.“  

Nun lag aber freudige Spannung in der Luft, denn unser Hirte Peglow kündigte das Kommen der Feuerwehr an. Sie brachte das Mittagessen: Nudeln und Wurstgulasch mit Tomatensoße für die Kinder und Erbseneintopf mit Bockwurst für die Erwachsenen. Gegen den Durst gab es reichlich Auswahl. Liebevoll hatten unsere Altwarper Geschwister das Gelände um die Kirche festlich hergerichtet. Spiel- und Sportgeräte luden die Kinder ein, sich zu bewegen. Dies wurde sogleich eifrig angenommen. Es gab Geschicklichkeitsspiele, aus Filz entstanden bunte Vögel, Ketten mit dem eigenen Namen konnten gestaltet werden. Wie kommt man wohl zu seinem ganz persönlichen Kopfschutz und -schmuck? Ein toller Hut aus Papier ist nicht zu toppen. Dazu wurden fleißig Holzschiffe gebaut, welche richtig schwimmen. Ja, die Kinder standen vor der Entscheidung: Was mache ich als Nächstes? So störte der einzige Schauer nicht. Nach einem gemeinsamen Gebet ging es an den Verzehr der wundervollen Kuchen; da fiel die Wahl erst einmal schwer. Ein Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „verloren – gefunden“ war ein Geschenk an jedes Kind. Es wird in der Zukunft an diesen großartigen Tag erinnern.

Allen, die zum Gelingen beigetragen haben gebührt ein riesiges DANKESCHÖN! Und – danke lieber Gott für den Kindertag 2011! PS: Kaum war alles aufgeräumt, da regnete mächtig.