Bundesweiter
Video-Gottesdienst mit
Apostel Wittich

Mit dem Gottesdienst am Sonntag, 12. Juli 2020, startet die bundesweite Ausstrahlung der zentralen Videogottesdienste. Den Anfang machte Apostel Ralph Wittich in der Kirchenverwaltung der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland.

Bereits eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn startete das für die Mitglieder aus Nord- und Ostdeutschland bekannte Vorprogramm mit musikalischen Grüßen der Gebietskirche. Neu war die Einblendung einer Karte: So konnten die Teilnehmer der anderen Gebietskirchen sehen, in welchem Bezirk die Musik-Einspieler aufgezeichnet wurden.

Das zweite Gebot

Grundlage für den Gottesdienst mit Apostel Wittich bildete das zweite Gebot Gottes aus 2. Mose 20,7: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“

Einleitend erläuterte Apostel Wittich, dass dieses Bibelwort weniger als Ermahnung verstanden werde, sondern vielmehr der Erinnerung an die Bedeutung des Gebots diene. „Wir wollen uns sensibilisieren lassen für das zweite Gebot“, so der Apostel, „Es geht auch darum – und das ist das Evangelium – wie wir den Namen Gottes verherrlichen und ehren können.“ So wolle der Apostel die Gemeinde zur Selbstreflexion und zur Überprüfung der eigenen Haltung motivieren.

Gott loben, preisen und anbeten

„Was ist der Name Gottes eigentlich?“, fragte der Apostel und verwies dabei auf 2. Mose 3,13.14: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ So stehe der Name Gottes auch für das Wesen Gottes. „Gott bleibt so wie er ist, ewig, unwandelbar, unveränderlich“, so der Apostel und hob die Souveränität Gottes hervor. Gottes Namen könne ausgesprochen werden, um Gott Lobpreis, Anbetung und Dank entgegenzubringen.

Dabei solle der Mensch Gott nicht auf eine menschliche Ebene ziehen und dadurch Gottes Namen herabwürdigen. Der Apostel nannte beispielhaft Kriege, die im Namen Gottes geführt wurden und werden, eine zur Schau gestellte Frömmigkeit, um Macht, Ehre und Ansehen zu erhalten, oder die Verunglimpfung des Namen Gottes zur Unterhaltung. Daran anschließend erklärte er, wie der gläubige Christ den Namen Gottes im Alltag verherrlichen könne und zwar im Denken, Reden und Handeln.

Gebote aus Liebe befolgen

Apostel Wittich stellte mit dem Blick auf alle zehn Gebote Gottes eine Besonderheit des zweiten Gebots heraus: „Es ist das einzige Gebot, dass eine Strafandrohung beinhaltet.“ Diese bringe vor allem die hohe Verantwortung eines Gläubigen zum Ausdruck, dieses Gebot auch im Alltag umzusetzen. Dabei solle dies aus der Liebe zu Gott geschehen und nicht aus Angst vor einer Bestrafung.

Diese Ernsthaftigkeit des Bibelwortes unterstrich auch Bezirksältester Thorsten Backhaus (Hamburg-West) in seinem Mitdienen. Dabei nahm er Bezug darauf, wie sich Gott den Menschen zur damaligen Zeit offenbart habe und wie die Menschen mit dem Gebot Gottes umgingen: „Wie habe ich dein Gesetz so lieb“, zitierte Bezirksältester Backhaus angelehnt an Psalm 119,47.48, „täglich sinne ich darüber nach.“

Zusammenfassend betonte Apostel Wittich, dass diese Gebote als Leitplanken dienten, die zur Freiheit gegenüber Gott führten, wenn diese befolgt würden.

Musik aus Wilhelmshaven und Taucha

Ein Gesangsquartett aus Wilhelmshaven übernahm die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Zwei Jugendliche aus Taucha musizierten das Lied „Wo ich auch stehe“ nach der Sündenvergebung. Susanne Osterkrüger aus dem Bezirk Hamburg-West begleitete die virtuelle Gemeinde live an der Orgel in Hamburg.

Mit Beginn der bundesweiten Video-Gottesdienste endet nun auch die Ausstrahlung des musikalischen Vorprogramms. Dennoch können weiterhin musikalische Einspieler an die Abteilung für Kirchenmusik eingereicht werden (E-Mail: kirchenmusik@nak-nordost.de). Diese werden dann den Gemeinden für ihre Präsenzgottesdienste zur Verfügung gestellt, da durch die behördlichen Einschränkungen das Musizieren, insbesondere das Singen in Gottesdiensten untersagt ist.

Weitere Informationen

Ausblick

Der kommende Videogottesdienst am Sonntag, 19. Juli 2020, wird von der Gebietskirche Süddeutschland übernommen. Durchführender ist Bezirksapostel Michael Ehrich.

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