Bezirksapostel setzen auf
regionale Gottesdienste

Deutschland. Die zentralen sonntäglichen Videogottesdienste enden mit der Live-Übertragung via YouTube am Sonntag, 25. Oktober 2020. Das haben die für Deutschland zuständigen Bezirksapostel in Abstimmung mit dem Stammapostel beschlossen. Alternativ setzen sie auf lokale Lösungen, also Übertragungen der örtlichen Präsenzgottesdienste via Telefon und Internet für die Kirchenmitglieder des jeweiligen Bereichs.

Seit dem 15. März 2020 bieten die Neuapostolischen Kirchen in Deutschland jeden Sonntag zentrale Videogottesdienste an, die frei über YouTube übertragen werden. Anfangs gab es mehrere parallele Angebote. Seit der Wiederaufnahme der Präsenzgottesdienste in den Gemeinden im Juni wechselten sich die Gebietskirchen ab und bieten seitdem einen deutschlandweiten Videogottesdienst an. Dieses Angebot endet nun Ende Oktober, so die Absprache der vier Bezirksapostel Michael Ehrich, Rüdiger Krause, Wolfgang Nadolny und Rainer Storck.

Hintergrund der Entscheidung ist, dass nahezu flächendeckend wieder Präsenzgottesdienste angeboten werden. Zudem soll das Format der Gottesdienste ohne Heiliges Abendmahl aus den Verwaltungsräumlichkeiten nicht weiter fortgeführt werden.

Regionale Angebote nutzen

Vielerorts gibt es inzwischen regionale Alternativen: Dort, wo wegen der Hygieneregeln nicht alle Mitglieder Platz im Kirchengebäude finden, werden häufig Übertragungen der Gottesdienste für die eigenen Gemeindemitglieder angeboten. Dies geschieht per Telefon oder per nicht-öffentlichem Videostream.

Diese Angebote sollen gefördert und weiter ausgebaut werden. Dazu arbeiten die Gebietskirchen bereits an Konzepten beziehungsweise haben diese bereits veröffentlicht. So müssen rechtliche und technische Rahmenbedingungen geklärt und beachtet werden.

Wunsch nach Alternativen

Den Bezirksaposteln ist sehr wohl bewusst, dass es derzeit noch nicht flächendeckend möglich ist, die örtlichen Gottesdienste zu übertragen. Teils fehlen Erfahrungen, die technischen Möglichkeiten oder die nötigen DSL-Anschlüsse in den Kirchengebäuden.

Gleichzeitig wissen die Bezirksapostel auch um die vielen kranken Gemeindemitglieder, die sich an die Videoübertragungen gewöhnt haben und sich diese auch weiterhin wünschen.

Entscheidung im Arbeitsbereich

In den einzelnen Gebietskirchen werden sich die Konzepte unterscheiden, in welcher Form auch künftig Videogottesdienste dort angeboten werden, wo eine Übertragung aus der zuständigen Gemeinde noch nicht möglich ist. Das Konzept hängt von der jeweiligen Situation in den Gebietskirchen ab. Daher entscheiden die Bezirksapostel individuell für ihre jeweiligen Zuständigkeitsbereiche.

So ist denkbar, dass jeden Sonntag ein regulärer Gottesdienst aus wechselnden Gemeinden, gehalten von örtlich zuständigen Amtsträgern, per YouTube oder auf anderem Wege übertragen wird. Alternativ könnten auch Gottesdienste aus festen Gemeinden für Mitglieder im eigenen Bezirk oder im jeweiligen Apostelbereich übertragen werden. Über die Pläne in den einzelnen Bereichen gibt es bis Monatsende weitere Informationen seitens der zuständigen Bezirksapostel.

Die bisherigen zentralen Videogottesdienste ohne Feier des Heiligen Abendmahls wird es jedoch voraussichtlich absehbar nicht mehr geben, so die klare Entscheidung der Bezirksapostel. „Wir danken allen, die diese Angebote in den letzten Monaten möglich gemacht haben. Sie haben durch ihren ehrenamtlichen Einsatz dafür gesorgt, dass auch in diesen außergewöhnlichen Umständen eine Versorgung der Kirchenmitglieder mit dem Wort Gottes nahezu flächendeckend möglich war.“

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