Cross-Over-Gottesdienst:
„Möge die Macht
Gottes mit dir sein“

“Möge die Macht Gottes mit dir sein“, so lautete das Motto des ersten gebietskirchenweiten Cross-Over-Gottesdienstes, der am Sonntag, 18. Oktober 2020, aus der Gemeinde Plauen (Bezirk Plauen) übertragen wurde. Den Gottesdienst mit Apostel Uli Falk verfolgten laut YouTube-Statistik etwa 1.200 Jugendgruppen und Mitglieder.

Cross-Over steht für Vernetzung. Das Konzept sieht vor, dass von einem zentralen Ort ein Gottesdienst für Jugendliche per Live-Stream übertragen wird. Eine Teilnahme von Zuhause war ebenso möglich wie der Besuch einer Übertragungsgemeinde.

Den Aspekt der Vernetzung griff Apostel Uli Falk einleitend in der Predigt auf und machte deutlich, dass auch das Wort Gottes keine Grenzen kenne und diese Gottesdienstform diesen Gedanken versinnbildliche.

Gottesdienst mit besonderen Merkmalen

Neben der Vernetzung von Jugendlichen brachte der Cross-Over-Gottesdienst auch besondere gestalterische Merkmale zusammen: Der Gottesdienstraum war in verschiedenen rot-, blau- und violett-farbigen Verläufen ausgeleuchtet und die in der Neuapostolischen Kirche sonst übliche Orgelbegleitung wurde durch eine Live-Band ersetzt.

So erhielt auch das Eingangslied „Wenn Friede mit Gott“ (neuapostolisches Gesangbuch Nr. 295) durch Gesang, Gitarren- und Klavierklang sowie den Einsatz einer Cajón eine völlig neue Klangfarbe.

Die Macht Gottes

Bereits eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn startete das Vorprogramm des Gottesdienstes, wobei inhaltlich das Motto des Gottesdienstes im Fokus stand. Das Motto bezog sich dabei auf das Bibelwort, welches dem Gottesdienst zugrunde lag: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.“ (Johannes 1,12)

Apostel Falk stellte zu Beginn des Gottesdienstes die Bedeutung des Macht-Begriffs im Kontext des Bibelworts heraus: „Wir werden ‚ermächtigt‘ oder erhalten das Recht, das ewige Leben bei Gott zu genießen“, erklärte der Apostel. „Das ist uns zuteil geworden, dadurch, dass wir die Wasser- und Geistestaufe empfangen haben.“

Die Macht Gottes nutzen

Apostel Falk machte deutlich, dass der Weg zum ewigen Leben entscheidend sei und das Motto des Gottesdienstes, den Wunsch zum Ausdruck bringe, dass „die Macht Gottes (auf diesem Weg) mit uns sein soll.“

Er führte weiter aus, dass die Macht Gottes auch genutzt werden könne und die Gläubigen dazu befähige, so zu lieben, wie Gott den Menschen liebe. Bekannt sei darüber hinaus auch das Gebot der Nächstenliebe oder die Goldene Regel: „Behandle deinen Nächsten so wie du selbst behandelt werden möchtest.“

Göttliche Liebe weitergeben

„Gemeinde lebt davon, dass man mitmacht, dass man füreinander da ist“, nannte Apostel Falk als weiteres Beispiel, wie die göttliche Liebe im Alltag, in der Praxis an den Nächsten weitergegeben werden könne. „Ein Segen für andere sein und bedingungslos dem anderen etwas Gutes tun“, stellte der Apostel heraus.

Ein Predigtbeitrag erfolgte von Priester Maik Herzig aus der etwa 400 Kilometer entfernten Gemeinde Hannover-List (Bezirk Hannover-Nordost). Er machte deutlich, dass die Macht Gottes den Gläubigen nicht vor Krisen bewahre, doch die Zuversicht und Liebe, die man auch selbst durch Jesus und den Nächsten erfahre, Halt geben könne.

Feier des Heiligen Abendmahls und Schlusssegen

Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl stimmte das Lied „Dort am Kreuz“ (von Glaubenszentrum Music, adm. bei Gerth Medien) ein. Das Heilige Abendmahl konnte überall dort gefeiert werden, wo ein priesterliches Amt mit Jugendlichen zusammengekommen war.

Der Cross-Over-Gottesdienst endete mit dem Schlusssegen und dem irischen Segenslied „Mögen sich die Wege“, welches vom Jugendchor Hannover vorproduziert und eingespielt wurde.

Vielfältiges Vorprogramm

Die Beiträge im Vorprogramm kamen von Jugendlichen der gesamten Gebietskirche. So beschäftigten sich Jugendliche aus Hamburg mit der Bedeutung der menschlichen und göttlichen Macht in Form eines PoetrySlams. Auch in Flensburg und Leipzig bereiteten die Jugendlichen einen PoetrySlam vor.

Der Bezirk Wilhelmshaven schickte musikalische Grüße und Eindrücke verschiedener Jugendaktionen. Musik präsentierten auch die Jugendlichen aus Norwegen. An den Internationalen Jugendtag erinnerten die Jugendlichen aus United Kingdom, die den Songtext des Liedes „Here I am“ rezitierten – die Hymne des Jugendtags.

Feedback ist gefragt

Die Initiatoren (wir berichteten) des Cross-Over-Gottesdienstes sind nun an Feedback interessiert und starteten eine kurze Online-Abfrage. „Jugendtagsfeeling“, „Macht weiter so“ oder „ein tolles Format, das gut ankommt“, lauten nur einige Rückmeldungen – neben konstruktiven Hinweisen zur Gestaltung des neuen Formats.

Insgesamt zeigen die bisherigen Antworten, dass der Gottesdienst von einem Großteil der Befragungsteilnehmer als „jugendlich passend“ und „persönlich berührend“ wahrgenommen wurde.

Aktuell geben die bisher 146 Antworten nur einen kleinen Einblick, inwieweit das neue Format bei den Jugendlichen angekommen ist. Für weitere Rückmeldungen, insbesondere von jugendlichen Teilnehmern, steht die Befragung weiterhin zur Verfügung.

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