Unter dem Motto „Miteinander füreinander – ohne Vorurteile“ verbrachten über 100 Kinder, Lehrkräfte und Betreuende aus den Gemeinden des Bezirks Berlin-Brandenburg West vom 19. bis 21. Juni 2026 ein gemeinsames Wochenende im KiEZ Bollmannsruh. Sie erlebten drei abwechslungsreiche Tage, die geprägt waren von Spiel, Kreativität, Bewegung, Glauben und vielen Begegnungen.
Bereits am Freitagnachmittag herrschte auf dem Gelände reges Treiben. Nach der Anmeldung bezogen die Kinder ihre Bungalows, lernten ihre Gruppen kennen und erkundeten gemeinsam das weitläufige Gelände. Schnell war zu spüren, wie aus vielen einzelnen Gemeinden eine große Gemeinschaft wurde. Beim gemeinsamen Abendessen und den anschließenden Kennenlernspielen wurde viel gelacht. Ob beim „Gordischen Knoten“, sportlichen Spielen oder einer spannenden Runde „Capture the Flag“; Berührungsängste verschwanden schnell und neue Freundschaften entstanden.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos. Nach einem gemeinsamen musikalischen Start und einem erfrischenden Bad im See, warteten zahlreiche Stationen darauf, entdeckt zu werden. Spielerisch setzten sich die Kinder mit Themen wie Vertrauen, Wertschätzung und Zusammenhalt auseinander. Beim Sinnesparcours führten sie sich gegenseitig mit verbundenen Augen durch verschiedene Hindernisse und erfuhren dabei, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen ist. Die Fühlboxen machten deutlich, dass der erste Eindruck nicht immer die ganze Wahrheit erzählt und man sich Zeit nehmen sollte, genauer hinzusehen.
Auch an den weiteren Stationen wurde das Motto auf vielfältige Weise erlebbar. Bei kooperativen Teamspielen waren gute Absprachen gefragt, beim Deckenball gelang der Erfolg nur, wenn alle gemeinsam handelten. Besonders beliebt war die Erste-Hilfe-Station, an der die Kinder kindgerecht lernten, wie sie in Notsituationen helfen können.
Eine Station griff den zweiten Teil des Mottos „ohne Vorurteile“ besonders unmittelbar auf. Beim Zuordnen verschiedener Berufe zu Bildern unterschiedlicher Menschen merkten die Kinder schnell, wie leicht man sich von Äußerlichkeiten täuschen lässt. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, dass Begabungen, Interessen und Berufe nichts mit dem äußeren Erscheinungsbild eines Menschen zu tun haben und dass es sich lohnt, jedem Menschen offen und ohne Vorurteile zu begegnen.
Kreativität spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Gemeinsam gestalteten die Kinder den Altarschmuck für den Gottesdienst und bemalten Puzzleteile, die sich am Ende zu einem großen Gemeinschaftsbild zusammensetzten; ein sichtbares Zeichen dafür, dass jeder Mensch einzigartig ist und dennoch seinen Platz in einer Gemeinschaft hat.
Nach einer gemeinsamen Pause mit leckerem Eis, sorgten Wasserspiele und eine spaßige Abkühlung am See für strahlende Gesichter.
Am Abend klang der Tag bei Musik, gemeinsamen Tanzen & Toben sowie vielen Gesprächen in gemütlicher Atmosphäre aus.
Den geistlichen Höhepunkt bildete der Gottesdienst am Sonntag mit Bezirksvorsteher Frank Hinz.
Ausgehend von der Geschichte der Salbung Davids erinnerte er die Kinder daran, dass Gott nicht auf das Äußere schaut, sondern das Herz eines Menschen sieht. Obwohl David der jüngste und unscheinbarste seiner Brüder war, wurde gerade er von Gott zum König erwählt.
Die Kinder gestalteten die Geschichte als pantomimisches Spiel, sodass die Begebenheit für alle anfassbar wurde.
Um diese Botschaft anschaulich zu verdeutlichen, brachte Bezirksvorsteher Frank Hinz zwei Gegenstände mit: eine schlichte Papiertüte und ein liebevoll verpacktes Geschenk. Während das hübsch verpackte Päckchen leer war, befand sich in der unscheinbaren Papiertüte ein Apfel. So wurde den Kindern auf eindrucksvolle Weise vor Augen geführt, dass der äußere Eindruck täuschen kann und der wahre Wert oft dort zu finden ist, wo man ihn zunächst nicht vermutet.
Die Übertragung des Themas in den Alltag wurde bildlich unterstützt durch ein kleines Schauspiel, durch welches klar wurde, dass wir auch im Alltäglichen Vorurteilen begegnen und dass es viel Mut braucht, um über diese hinwegzuschauen.
Dies und die folgende Predigt der Diakonin Sylvia Hultsch nahmen das Motto des Wochenendes unmittelbar auf und machten deutlich, wie wichtig es ist, Menschen nicht nach ihrem Äußeren oder dem ersten Eindruck zu beurteilen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Kindern mit großer Begeisterung mitgestaltet. Besonders das gemeinsam gesungene Lied „Volltreffer“ sorgte für eine mitreißende Atmosphäre und begeisterte die Gottesdienstbesucher.
Nach dem Gottesdienst gab es noch ein kleines Geschenk: Das am Vortag geschossene Gruppenfoto wurde in die gebastelten Rahmen eingefügt und jedes Kind durfte sich seinen Rahmen mit dieser Erinnerung mitnehmen.
Dann kamen Kinder, Betreuende und viele Eltern noch einmal beim gemeinsamen Mittagessen zusammen. Bei guten Gesprächen, einem letzten Austausch und vielen fröhlichen Gesichtern klang das Wochenende in entspannter Atmosphäre aus, bevor sich die Kinder mit ihren Familien auf den Heimweg machten, im Gepäck viele schöne Erinnerungen, neue Freundschaften und die Botschaft, jedem Menschen offen und ohne Vorurteile zu begegnen.
Neuapostolische Kirche